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2015: «Ohne Rast»: Ein Kunstprojekt über Getriebene und Vertriebene in der Stadt Zug



Im Spätsommer 2015,vom 22. August bis 3. Oktober fand das Kunstprojekt «Ohne Rast» statt. Das Projekt stellt Fragen, ohne die Antworten bereits zu kennen. Wie funktionieren wir in der heutigen Nonstop-Gesellschaft? Sind Selbstoptimierung, Hyperaktivität oder Überforderung mögliche Folgen der „Müdigkeitsgesellschaft“ (Byung-Chul Han)? Leben wir ein Leben der fast unbegrenzten Freiheiten und Möglichkeiten? Können wir unseren eigenen Ansprüchen jemals gerecht werden? Wir arbeiten uns an uns selber ab und fürchten uns vor Identitätsverlust und Versagen. Den verinnerlichten Zwängen und diffusen Ängsten der „Getriebenen“ stehen äussere Zwänge und Existenzängste von „Vertriebenen“ gegenüber, zum Beispiel in der aktuellen Flüchtlingsrealität.
«Ohne Rast» möchte die Ursachen und Folgen einer leistungs- und konsumorientierten Gesellschaft mittels künstlerischer Positionen diskutieren und den Dialog zwischen dem Eigenen und dem Fremden, zwischen den Kunstschaffenden und den Stadtbewohnern fördern.

Die Jury, bestehend aus KunsthistorikernInnen, KünstlerInnen, KuratorInnen und KunstkritikerInnen, wählte die Projekte aufgrund der Qualität der künstlerischen Konzeption und der Realisierbarkeit aus. Das Projektteam prüfte im Vorweg die Eingaben in Bezug auf Bewilligungen und Budget.

Die Jurymitglieder:
Dolfi Müller, Stadtpräsident und Vorsitzender der Kulturkommission der Stadt Zug
Jacqueline Falk, Kulturbeauftragte Stadt Zug
Salome Hohl, Kunsthistorikerin und Kunstkritikerin
Oliver Kielmayer, Leiter Kunsthalle Winterthur
Rupan Sivaganesan, Gemeinde- und Kantonsrat sowie Mitglied Asylbrücke Zug
Vreni Spieser, Künstlerin Zug/Zürich
Claudia Spinelli, Leiterin Kunstraum Baden

Vögel essen den Toast
Nadja Solari - Toast



Die Jury hat folgende Projekte für «Ohne Rast» ausgewählt:

Sören Berner – Silent City: Der in Zürich ansässige, dänische Künstler Sören Berner möchte vom 22. August und bis am 3. Oktober jeweils samstags Ruderbootfahrten auf dem Zugersee mit Asylsuchenden und Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt Zug anbieten.

Patricia Bucher – bleibe fort: Die Luzerner Künstlerin Patricia Bucher, Trägerin des Manor Kunstpreises Zentralschweiz 2011, bringt mit Zelten, die mit abstrakten Kriegsbildern, geometrischen Mustern, Zeichen und Symbolen bemalt sind, das Thema Gewalt, Krieg und Flucht in den öffentlichen Raum.

Florian Graf – weg weisend: Der international tätige Basler Künstler Florian Graf, Preisträger des Kulturförderpreises der Alexander Clavel-Stiftung 2015, schafft einen Wegweiser mit drei Richtungen: Liberté, Egalité, Fraternité.

Samuel Haettenschweiler – The early bird catches the worm: Der Zuger Künstler Samuel Haettenschweiler baut ein Vogelhaus mit dazugehörender Katzenleiter, das von der Darstellung einer biblischen Verkündigungsszene in einem Freskenbild von Giotto inspiriert ist.

Corinna Holbein, Hannah Horst (We, You & ME) – Private Lecture: Das in Zürich und Deutschland tätige Künstlerinnenteam We, You & ME möchte Lesungen im öffentlichen Raum organisieren.

Michel Kiwic, Severin Hofer (Hoffnung+Kiwi) – Tragik der Allmende: Das Zuger Künstlerteam MichelKiwic und Severin Hofer will für zwei Monate einen öffentlichen Parkplatz um einen Gemüsegarten erweitern und den Autofahrern gratis zur Verfügung stellen.

Alex Meszmer & Reto Müller – Zuflucht in der Festung mit Aussicht: Das Pfyner Künstlerteam Alex Meszmer & Reto Müller wollen will einen Innenraum als Zuflucht vor dem Alltagsstress und der Rastlosigkeit bieten.

Aldo Mozzini – pièce de résistance: Der Künstler und Hochschuldozent Aldo Mozzini plant eine künstliche Pflanzeninstallation im Burgbach.

Baltensperger + Siepert – 20 Ways to escape ones former country: Das Künstlerteam Baltensperger + Siepert (Stefan Baltensperger, David Siepert) planen plant einen Audioguide mit Erzählungen von Asylsuchenden.

Nadja Solari – Toast: Die in Basel tätige Künstlerin Nadja Solari plant, im öffentlichen Raum einen überdimensionalen Toast aus sogenanntem Papageienbrot zu installieren, das verträglich für Menschen und Tiere ist.

Thomas Zollinger – Allgemeine Getriebenheitsberuhigung: Der Bieler Performance-Künstler Thomas Zollinger plant eine Performance an einem hektischen Ort in der Stadt, welche Getriebene und Vertriebene zusammenbringen und im Akt des Gehens ein Bewusstsein von innerer Ruhe und Balance hervorbringen soll.

 

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