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Bossard, Johann Michael: Kraft und Fruchtbarkeit (1907)

Der gebürtige Zuger Johann Michael Bossard (1873-1950) absolviert vor seinem Studium in der Bildhauerklasse in München eine Lehre als Ofenbauer. Sein künstlerisches Schaffen ist sehr vielseitig und geprägt von zahlreichen Stilrichtungen. Seine frühen Skulpturen sind klassizistisch geprägt, aber auch vom Jugendstil beeinflusst; insbesondere die Formensprache der Frauenfiguren.

Eine solche Frauenfigur begegnet einem auch im unteren Teil des Parks der Villa Daheim. Inmitten einer Lärchengruppe steht die Skulptur Fruchtbarkeit. Ergänzt wird sie durch ihr männliches Pendant, die Kraft. Das Figurenpaar aus dem Jahre 1907 ist aus Muschelkalk gefertigt, ein poröses Material, das Witterungsspuren aufweist. Kraft und Fruchtbarkeit bilden ein ungleiches Paar, das jedoch eindeutig zusammengehört und sich gegenseitig bereichert. Fruchtbarkeit, die den Blick leicht gesenkt hält und sich mit einer Hand in die langen Haare greift, ist das sinnbildliche Gegenstück zu Kraft, einem Adonis mit ausgeprägten Muskelpartien, der zum Schlag bereit eine Keule über der Schulter hält. Kraft und Fruchtbarkeit stellen daher nicht nur ein Zeugnis eines Zuger Bildhauers aus der Jahrhundertwende dar, sondern zeichnen sich darüber hinaus durch ihre Interaktion miteinander sowie mit Wetter und Natur aus. Es ist ein stiller Dialog, in dessen Bann die Besucher des Daheimparkes gezogen werden.

Muschelkalk, Daheimpark, Eigentümerin Stadt Zug, Stifter Emil Hegg

Johann Michael Bossard: Kraft und Fruchtbarkeit


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