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Hotz, Roland: Wasserschiff (1995)

Zwischen 1962 und 1966 absolviert der Zürcher Roland Hotz (*1945) eine Lehre als Steinbildhauer und Restaurator. Seit 1968 hat er ein eigenes Atelier in Zürich. Zwischen 1984 und 2005 lehrt er an verschiedenen gestalterischen Schulen in der Schweiz, unter anderem an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Noch heute bietet Roland Hotz an der Scuola di scultura di Peccia (TI) Steinbildhauerkurse an. Er lebt und arbeitet in Zürich.

Roland Hotz‘ Mentoren und Vorbilder – darunter Hans Fischli und teilweise Max Bill – bewegen ihn, die Tradition der sogenannten Zürcher Schule weiterzuführen. Neben den typischen geometrischen Elementarformen bevorzugt Hotz auch organische Gebilde wie Stängel sowie kamm- oder wellenartige Ausgestaltungen. In den 1990er-Jahren stellt der Steinbildhauer Hotz das Streben nach letzter Perfektion zusehends in Frage. Die Verletzlichkeit des Steins sowie die Thematisierung der Vorläufigkeit des Kunstwerks treten immer mehr in den Vordergrund. Dazu hebt Hotz Wunden und Brüche des Werkstoffes bzw. das Unabgeschlossene, das Fragmentarische einer Skulptur hervor.

Als Inspirationsquelle für sein Werk Wasserschiff dient Roland Hotz die Natur. Eine Natur, die in ihrer Fülle an Formen und Rundungen unerschöpflich ist. Die geometrische Komposition des Trinkbrunnens im Laubenhof ist im Wesentlichen eine abstrahierte Figur – ein einfacher Halbkreis, aber auch eine Schaukel, eine lebensspendende Wiege – die ihrerseits die Umgebung inspiriert. Es scheint, als ob bereits eine Feder das Wasserschiff in Bewegung bringen, ja den schweren Brunnen sogar aus seinem vollkommenen Gleichgewicht bringen und ihn auf eine Seite kippen lassen könnte. Der Steinbildhauer spielt auf diese Weise nicht nur mit der Schwere des Marmors, sondern gleichsam mit der Phantasie und Vorstellungskraft der Betrachtenden seines Werkes.

Iragna Gneis, Laubenhof, Metallstrasse 9, Eigentümerin Stadt Zug

Josef Staub Marmorbrunnen


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