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Sen, Quido: Luftleiter (1992)

Das Wohn- und Geschäftshaus an der Kreuzung Gubelstrasse-Lauriedstrasse, das sogenannte Tektronikhaus, würde einem kaum auffallen, reckte sich nicht Quido Sens Luftleiter zwischen zwei Hausfassaden, die im rechten Winkel aufeinander treffen, empor.

Das Werk des Baarer Künstlers Quido Sen ist dessen erste Arbeit im Zusammenhang mit Kunst am Bau. Die Luftleiter ist in ein umgekehrtes Ypsilon eingespannt, deren Aufhängung aus roten Stahlseilen besteht. Die Stufen sind aus Fichtenholz. Farblich heben sich Stränge und Leiterstufen markant von der grauen Fassadenfläche aus Keramikplatten ab. Die leichte Linksdrehung, welche die parallel laufenden Seilstränge versetzt, kontrastiert zur starren Geometrie des rechten Winkels des Gebäudes. Äusserst interessant ist Sens Luftleiter für Besucher auch deshalb, weil die elegante und leichte Installation den wuchtigen Breitendimensionen des Gebäudes widerspricht.

Der Künstler erklärt, er habe den Raum aus seiner „Lethargie“ erwecken wollen: „Der Ort war durch seine Stille fast unsichtbar. Jahrelang ist man herum gegangen, ohne zu merken, dass sich dort zwei vertikale dominante Flächen begegnen, die einen Raum definieren.“ Durch seine Installation reduziert Sen die Aussenwandflächen nicht zum Hintergrundbild, sondern bezieht sie aktiv ins Geschehen ein. So greift die der Luftleiter inne wohnende Dynamik auf ihren Rahmen über und belebt den visuellen Raum an der Lauriedstrasse auf einzigartige Weise.

Kunst am Bau, Lauriedstrasse 17, Wettbewerb des Architekturbüros Weber Kohler Reinhardt.

Quido Sen: Luftleiter


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