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Jäggi, Barbara: Findlinge (2002)

Barbara Jäggi (*1956), aufgewachsen im bernischen Madiswil, arbeitet nach ihrer Ausbildung als Textilentwerferin einige Jahre in ihrem erlernten Beruf. Nach Weiterbildungen an den Schulen für Gestaltung in Basel und Luzern ist sie seit 1985 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie widmet sich vor allem der Bildhauerei sowie Installationen. 1992 erhält sie den Anerkennungspreis der Stadt Luzern. Jäggi lebt und arbeitet in Luzern. Barbara Jäggi erschafft, hämmert und schweisst ein Universum der Dinge im metallischen Gewand. Ihre Arbeiten tragen die Aura der Ernsthaftigkeit und der rostenden Vergänglichkeit in sich. Jäggis Umgang mit stereometrischen, kristallinen und amorphen Formen steht im Zeichen der Verwandlung. Die Transformation des Gegenstandes in eine andere Materialhülle führt zur Sakralisierung und gleichzeitig zur Ironisierung desselben. Witz und Inspiration, die Jäggis Objekten inne wohnen, laden die Betrachter ein, sich an der Kreation zu beteiligen. Die Entführung in das Reich des metallischen Stilllebens fordert den Seh- und den Tastsinn der Betrachter. Plastik bedeutet für Barbara Jäggi nicht hermetisch geschlossene Form, sondern Transparenz, Elastizität und Polarität von Innen und Aussen. Jäggis Findlinge schweben, ja tanzen lustvoll nahe über der Wasseroberfläche des Brunnens, scheinbar ohne sie zu berühren, und sind mitten in ihrer Bewegung zum Stillstand gekommen. In diesem Werk spielt Jäggi mit der Auflösung der Masse und des Materials. Sie begreift ihr Arbeitsmaterial als Projektion des Denkens und der Imagination. “Metall hat etwas Nervöses in sich, das mich aktiviert. Die dünnen Blechstreifen lassen sich sozusagen modellieren, mit den festeren Blechteilen kann ich bewegliche Objekte konstruieren, immer bleibt die dem Material innewohnende Energie bestehen”, sagt die Künstlerin. Gleichzeitig befinden sich Jäggis Findlingsfunde auf einer Zeitreise und verbinden Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Das scheinbar tönende Innenleben dieser Findlingslandschaft wirft Fragen auf: Woher kommen diese Findlinge? Sind sie von der Rigi im Süden über den Zugersee geflogen? Oder sind sie mit leichtfüssigen Sprüngen die Westflanke des Zugerbergs hinunter gehüpft? Von welcher ihrer Reisen erzählen sie? Auf welche imaginäre Wanderung laden sie die Betrachter ein? Die Passanten können jeweils ganz persönliche Antworten auf diese Fragen finden. Metall, Überbauung Opus, acht Gebäude mit versch. Adressen (Dammstrasse 19, 21, 23; Landis & Gyr-Strasse 3; Zählerweg 4, 6, 8, 10), Eigentümerin Swiss Prime Site AG, Schenkung durch Markus Hotz (Axess Projects, Zug; Architekt) sowie Ernst Schweizer AG, Hedingen (Fassadenbauer) an die Bauherrschaft (Swiss Prime Site)

Barbara Jäggi: Findlinge


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