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Unbekannter Street Art-Künstler: ohne Titel

Das Graffito ist eine der wenigen nicht-institutionalisierten Kunstformen, weshalb ein Überblick über das Genre schwer fällt. Der Graffiti-Forscher Norbert Siegl erklärt: „Der Begriff Graffiti fasst viele thematisch und gestalterisch unterschiedliche Erscheinungsformen zusammen. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es sich um visuell wahrnehmbare Elemente handelt, welche häufig ungefragt und anonym, von Einzelpersonen oder Gruppen auf fremden oder in öffentlicher Verwaltung befindlichen Oberflächen angebracht werden.“

Der Singular graffito stammt sprachgeschichtlich vom griechischen Wort für Schreiben, graphein ab. Solche „geschriebenen“ Bilder finden Besucher an Wand der Schützenmattturnhalle. Die grossen Schriftzüge in knalligem Orange und leuchtendem Blau sieht man schon von der nahe gelegenen Uferpromenade her. Sie sind Teil des Graffiti-Writing, der am Weitesten verbreiteten Art von Graffiti. Beim Writing bildet die Schrift (Buchstaben und Ziffern) das Basiselement der Bildkomposition. Als abzubildende Worte verwenden writer (Schreiber, Akteure) häufig ihre eigenen Pseudonyme, die sie mit hohem ästhetischen Anspruch darstellen.

Auch für die Schützenmatt-Graffiti wurde der 3D-Stil, bei dem Buchstaben und Zahlen räumlich erscheinen sollen, verwendet. Einige der dreidimensionalen tags (Signaturkürzel, Unterschrift) an der Turnhallenwand sind comicartig dargestellt, zwischen ihnen prangen menschliche Figuren. Betrachtet man Graffiti als eine alternative Kommunikationsform, erfährt man nicht nur etwas über die jeweiligen Sprayerinnen und Sprayer, sondern auch etwas über die Situation der Gesellschaft und deren Themen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Motive der bewilligten Graffiti sind an der Aussenwand der Schützenmattturnhalle in der Zuger Neustadt.

Graffiti, Turnhalle Schützenmatt, Chamerstrasse 11.

Unbekannt: Ohne Titel


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