Willkommen auf der Website der Gemeinde Stadt Zug



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Haettenschweiler, Samuel: Guten Honig streicht man nicht ums Maul (2006-)

Nach Abschluss des Lehrgangs Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestal-tung und Kunst in Luzern ist der Zuger Samuel Haettenschweiler (*1976) zwischen 2002 und 2009 als freischaffender Grafiker tätig. Seit 2008 ist er mit anderen Künstlern im Zürcher Atelier Koch18 tätig. Zudem betreut Haettenschweiler seit 2009 im Begegnungszentrum Wollishofen Studentinnen und Studenten der Zürcher Hochschule der Künste. Er lebt in Zürich.
Als Künstler beschäftigt sich der Zuger mit der Architektur als Wahrnehmungskonstrukt. Auf seiner Spurensuche beobachtet Haettenschweiler gesellschaftliche und architektonische Bewegungen und interpretiert diese gegebenenfalls neu. Dabei stellt er die Nutzung sowie die Aneignung von öffentlichen respektive halböffentlichen Räumen in Frage. Seine Arbeiten stehen im Zwischenbereich von Architektur und Skulptur (Archiskulptur) sowie Architektur und Graffiti (Archiffiti).
Im Jahr 2006 verbindet Samuel Haettenschweiler in Zug bestehende Architektur mit Graffiti: Die frisch gestrichenen Wände der Bahnviaduktbögen zwischen Poststrasse und Gotthardstrasse bleiben dank dem Projekt Poetry Gallery Zug nicht länger blank. Jugendliche und junge Erwachsene erhalten durch dieses Projekt die Möglichkeit, mit ihren Gedanken, Statements oder Versen den öffentlichen Raum mit zu prägen. Die Poetry Gallery Zug führt keine direkten, politischen Statements aus, sondern will die alltagsbezogenen Gedanken von deutsch- und fremdsprachigen jungen Menschen widerspiegeln. Beteiligt haben sich deshalb vier politisch und künstlerisch interessierte Personen sowie vier Absolventen des Integrations- und Brückenangebots Zug (IBA). Einige der zwölf Aussagen, darunter „Elefant vor weisser Wand“, „Guten Honig streicht man nicht ums Maul“ oder „Bin ich privat?“ mögen auf den ersten Blick verwirren oder sogar ein Kopfschütteln auslösen. Laut Haettenschweiler sind solche Reaktionen aber durchaus gewollt: „Das ist gut so. Diese Wortspiele sollen den Betrachter zum Nachdenken anregen.“ Die so entstandene, sinnige Poesie irritiert und inspiriert die Passanten gleichermassen.

Wandbilder, Bahnviaduktbögen zwischen Poststrasse und Gotthardstrasse

Samuel Haettenschweiler: Guten Honig streicht man nicht ums Maul


zur Übersicht
öffnen

Sitemap