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Brem, Rolf: Greth-Schell-Brunnen (1977)

Der Luzerner Bildhauer Rolf Brem (*1926) besucht von 1945 bis 1948 die Kunstgewerbeschule und arbeitet danach neun Jahre mit dem Bildhauer Karl Geiser zusammen in Zürich. Nach Studienaufenthalten in Paris, London und Florenz wirkt er in Rom als Mitglied des Istituto Svizzero di Roma. Seit 1957 arbeitet er in eigenen Ateliers in Meggen, Luzern und im Tessin als figurativer Bildhauer, der seine Ideen und Modelle aus dem Alltag herausgreift und Wert auf Lebensnähe und Natürlichkeit legt.

Im Zentrum seines Schaffens steht der Mensch. Seit seinen Anfängen in den 1950er-Jahren modelliert Brem spielende Mädchen, arbeitende Männer und Frauen ebenso wie Heiligenfiguren und Tiere, als Einzelfiguren oder Gruppen. Brems Realismus ist allgemein verständlich und macht seine Arbeiten sehr zugänglich. Seit 1956 wird er häufig für die Schaffung öffentlicher Werke ausgewählt und schafft zahlreiche Denkmäler oder Brunnenfiguren.

So entsteht auch die Greth-Schell-Figur in Zug. Der Brunnen in der Altstadt Zug datiert um 1900. Erst 1977 stiftet die Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer der Stadt Zug, auf Anregung des Baarer Grafikers Eugen Hotz, die von Brem gestaltete Skulptur der Zuger Fasnachtsfigur Greth Schell für diesen Brunnen.

Die Legende erzählt vom Stadtoriginal Margarethe Schell, genannt Greth Schell, welche sich Anfang des 18. Jahrhunderts zu später Stunde veranlasst sah, ihren weinseligen Mann in den Wirtshäusern abzuholen und anschliessend in einer «Chrätze» (einem Rückentragkorb) nach Hause zu schleppen. Begleitet wurde sie von den Lölis, den nicht minder angeheiterten Saufkumpanen ihres Mannes. Wie in der Legende beschrieben trägt auch die Brunnenfigur Greth Schell in gebückter Haltung in einem Tragkorb ihren mit einer Narrenkappe gekennzeichneten, betrunkenen Gatten nach Hause.

Bronze, Unter Altstadt, vis-à-vis Liebfrauenkirche, Eigentümerin Stadt Zug, Stifterin Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer

Rolf Brem: Greth-Schell-Brunnen


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