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Degunda, Luca: Malerei (2011)

Der Zuger Künstler Luca Degunda (*1978) lässt seine malerischen Arbeiten sprechen, und fordert die Betrachtenden geradezu auf, ihrer Entstehung zu folgen. Reste von Markierungslinien sind ein Stilelement, Kanten, deren Abklebungen noch zu erahnen sind, ein anderes. Durch Kreuzung und Überlagerung einzelner Malflächen entsteht eine verdichtete Tiefenstruktur.

In Luca Degundas Malerei an der Südfassade des Kulturzentrums Galvanik laufen drei schwefelgelbe Streifen über die gesamte graue Betonfassade. Sie verbreitern und verjüngen sich und legen sich, gefalteten Bändern gleich, übereinander. Als quasi-parallele Bahnen erzeugen sie eine gewisse Dynamik und Tiefenwirkung, lassen sich aber nicht als eine Konstruktion von Raum lesen; vielmehr sind sie schlicht die Bahnen des Rollers.

Die monochrome Malerei wechselt zwischen Lineatur und Fläche, zwischen strengen geometrischen Formen und expressivem Duktus. Sie bezieht sich nur sehr beschränkt auf die Dimensionen und Eigenheiten der Lochfassade: Die drei Streifen laufen über die Fenster- und Türöffnungen, als ob diese im Nachhinein herausgeschnitten worden wären. Durch diese Öffnungen sind auch viele verschiedene Graffitis sichtbar, die in absehbarer Zeit bestimmt noch zunehmen werden und explizit auch über die gelbe Malerei angebracht werden sollen. Schichtungen und Überlagerungen als Zeugnisse eines dynamischen Prozesses verweisen so auch unmittelbar auf die Galvanik als Ort des Kulturschaffens und auf die Geschichte des Gebäudes.

Die gelbe Farbe lässt die Malerei in verschiedenen Lichtverhältnissen ganz unterschiedlich wirken: Bei Sonnenschein beginnt sie gewissermassen zu leuchten und tritt klar hervor, bei bedeckten, nebligen Verhältnissen verschwindet sie hingegen beinahe im Grau des Untergrunds. Überdies ermöglicht die Farbe Gelb ein leichtes Übermalen.

Malerei, Südfassade Galvanik, Chamerstrasse 173

Luca Degunda Malerei


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