Jagd |
Termin: Wintermonate
Ort: Kanton Zug
Entstehungsdatum: Eiszeit
Ursprünglicher Brauch: Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gab es im Kanton Zug einen ersten Jägerverein. 1920 wurde dann der Zuger Kantonale Patentjägerverein (ZKPJV) gegründet. Er zählt heute rund 300 Mitglieder, wovon 240 aktive Jäger sind. War vor Urzeiten die erfolgreiche Jagd Voraussetzung für das Überleben unserer Vorfahren, stehen heute vor allem die Hege und Erhaltung des Lebensraumes und der Artenvielfalt und damit ökologische Aspekte im Vordergrund. Dennoch haben sich in der heutigen Jagdpraxis überlieferte Traditionen bewahrt. Durch den zunehmenden Siedlungsdruck im Kanton Zug und das steigende Interesse am Wald als Freizeit- und Erholungsraum stellt die Jagd heute hohe Anforderungen an die Jäger.
Gelebter Brauch: Die Jagd im Kanton Zug wird nach dem Patentsystem ausgeübt. Patente werden für die Hochwild- (Rotwild), Niederwild- (Rehwild), Haarraubwild- (Fuchs, Marder, Dachs) und die Wasserwildjagd (Enten) ausgegeben. Die Jagd auf das Rotwild erfolgt im Monat September. Das Rehwild wird im Oktober bejagt. Im Kanton Zug werden jährlich rund 10 Stück Rotwild und etwa 300 bis 350 Stück Rehwild erlegt. Der ZKPJV sorgt für die Aus- und Weiterbildung der Jäger und betreibt eine Nachsucheorganisation. Diese bezweckt das Nachsuchen von angeschossenem oder im Strassenverkehr angefahrenem Wild. Der Jagdbetrieb ist durch öffentlich-rechtliche Vorschriften geregelt, deren Einhaltung vom kantonalen Amt für Fischerei und Jagd sichergestellt wird.
Kontakt: Alfred Meier Präsident Zuger Kantonaler Patentjägerverein 041 752 09 90 praesident@zugerjagd.ch www.zugerjagd.ch
Quelle: Archiv ZKPJV, Zug; Neue Zuger Zeitung; Ueli Kleeb, Zug
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Tüchtige Männer mit zünftigen Schnäuzen nach erfolgreicher Jagd im Kanton Zug, 1920.

Hat man ein Tier geschossen, wird «die Strecke verblasen»: In den Mund des Tieres wird traditionellerweise ein Tannenzweig gesteckt, und die Jagdhörner erklingen. Dem toten Tier wird damit die letzte Ehre erwiesen.

Thomas Müller, Jäger, Zug: «Meine Leidenschaft an der Jagd besteht primär in der Herausforderung, das jagdbare Wild in der freien Wildbahn aufzuspüren und ihm weidgerecht nachzustellen. Erlegen und Beute machen gehört selbstverständlich auch dazu, ist jedoch nicht mein primärer Antrieb.»
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| Datum des Eintrages: 15. Apr. 2008 |
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