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Start der Bohrarbeiten am Kreisel Aabachstrasse

Mit dem Start der Bohrarbeiten für die Entwässerung Zug Nord kommt ein spannendes Projekt in eine entscheidende Phase. Der Kreisel an der Aabachstrasse wurde verlegt, um Platz zu schaffen für die Erstellung eines grossen Schachtes. Hier wird im Juli die Tunnelbohrmaschine eingesetzt, um sich unter der Stadt durch den Untergrund zu graben. Das derzeit grösste Projekt der Schweiz im Bereich Microtunneling kann beginnen.

Das in den vergangenen Jahren erarbeitete Projekt "Entwässerung Zug Nord - Vorflutleitung Zugersee" wird nun umgesetzt. Im Microtunneling-Verfahren wird eine Leitung für unverschmutztes Regenwasser erstellt. Vor allem in Innenstädten hat sich Microtunneling als leistungsstarke und effektive Alternative zum klassischen Rohrleitungsbau mit Gräben etabliert. Das grabenlose Verfahren reduziert Belastungen für Verkehr und Anwohner sowie die Bauzeiten deutlich. Beim Microtunneling werden zunächst ein Start- und ein Zielschacht errichtet. Vom Startschacht aus wird hinter dem Bohrkopf ein Rohrstrang in Richtung Zielschacht vorgepresst, so dass die Leitung sofort benutzt werden kann, sobald der Bohrkopf den Zielschacht erreicht hat.

In den vergangenen Wochen wurde der Kreisel an der Aabachstrasse in Richtung Kaufmännisches Bildungszentrum verschoben. Danach begannen die Arbeiten für die Bauplatzinstallation zum Ausbau des Startschachtes. Nach den weitgehend oberirdischen Arbeiten geht es nun in den Untergrund. Seit zwei Tagen ist die Arbeitsgemeinschaft daran, die Bohrpfahlwand des Startschachtes an der Aabachstrasse zu erstellen. Dazu werden mit einem 76 Tonnen schweren Bohrgerät 52 Löcher mit einem Durchmesser von 1.2 Meter bis in eine Tiefe von 25 Metern gebohrt. Diese Löcher werden armiert und mit Beton gefüllt, so dass am Ende ein wasserdichter, 14 mal 14 Meter grosser Schacht entsteht. Innerhalb des Schachtes wird in 12 Metern Tiefe eine ebenso dichte Bodenplatte erstellt, auf welcher später die Tunnelbohrmaschine platziert werden kann.

Ab Juli wird sich die Bohrmaschine von hier aus zunächst in Richtung See, dann in Richtung Industriestrasse durch den Untergrund der Stadt Zug graben. Die Steuerung der Tunnelbohrmaschine erfolgt von ausserhalb der Schächte. Während des Vortriebs löst der Bohrkopf das Material im Boden, welches verflüssigt und zum Startschacht zurückgepumpt wird. Der Vortrieb wird dabei permanent digital kontrolliert, wobei Lagekorrekturen über die Ansteuerung der Hydraulikzylinder jederzeit möglich sind. Die hochpräzise Vermessungstechnik gewährleistet dabei einen zielgenauen Vortrieb.

In den nächsten Wochen werden auch die Zielschächte in der Schützenmatt und an der Kreuzung Industrie-/Gubelstrasse vorbereitet und ausgehoben. Bereits seit einigen Wochen ist die Installation an der Industrie-/Gubelstrasse sichtbar, jene bei der Schützenmatt-Turnhalle am See wird ab Ostern eingerichtet.

Der nächste Meilenstein des Projekts wird dann das Anfahren der Tunnelbohrmaschine Anfang Juli sein. Zu diesem Anlass erfolgt traditionsgemäss die Taufe der Bohrmaschine.

Dokument Plan Vorflutleitung (pdf, 637.6 kB)


Datum der Neuigkeit 31. März 2017

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