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Bade- und Schwimmkultur

Termin: ganzjährig

Ort: Zugersee

Entstehungsdatum: 1882

Ursprünglicher Brauch: Die Erste Zuger Badeanstalt wurde 1882 in der «Seelikon» am Südrand der Zuger Altstadt eröffnet. Der Holzbau enthielt eine Frauen- und eine Männerabteilung, sechs Badezellen mit Duschen sowie ein Büro für die Aufsicht. Die Einrichtung diente vor allem der Körperpflege. Gebadet wurde in den Sitzbädern im Untergeschoss, die vor neugierigen Blicken gut abgeschirmt waren. Das erste Zuger «Tauch- und Schwimmfest» fand am 30. Juni 1889 in der Seelikon statt. Die Organisation oblag den «Altstädtern». Beim freien Schwimmen auf offenem See wurde die Distanz von 600 m in 17 Min. und 47 Sek. zurückgelegt. Schwimmerkönig wurde K. Hermann, Schlosser aus der Altstadt. Danach folgte das Militärschwimmen mit Hindernissen in voller Ausrüstung (gepackter Tornister, Gamelle, Gewehr mit Bajonett, Bekleidung), gewonnen von J. Speck, Sattler aus der Altstadt, der 11 Min. 30 Sek. lang ausharrte. Zuletzt kam der Tauchwettkampf: In 5.5 m Tiefe musste eine Figur, «Lutz» genannt, demontiert werden, die dann durch den Auftrieb an die Wasseroberfläche schoss. Ab 1923 begann man mit der Durchführung von regelmässig stattfindenden regionalen Schwimmfesten, später übernahm der 1926 gegründete Schwimmclub Zug deren Organisation.

Gelebter Brauch: Noch bis 1950 legte man in der Seelikon grossen Wert auf eine räumliche Trennung der Nichtschwimmerbecken für Männer und Frauen. Eine Grünhecke in der Mitte der Wiese verhinderte den direkten Kontakt zwischen den Geschlechtern. Nach und nach entstanden rund um den Zugersee weitere Badeanstalten und Strandbäder und das Schwimmen und Sonnenbaden wurde zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Dies ist bis heute so: Die im Westen untergehende Sonne beschert der Bevölkerung lange und warme Sommerabende an den Gestaden des Zugersees. Hinzu kommt, dass die Eintritte in die städtischen Seebäder für sämtliche Besucher gratis sind. Eine Woche vor Ende der Schulsommerferien führt der Schwimmclub Zug in der Seebucht ein öffentliches Schwimmfest durch. Das beliebte und familiäre Sportereignis besteht aus dem Zugersee-Cup, an welchem in- und ausländische Wasserballteams teilnehmen. Seit 2012 wurde der Zugersee-Cup um ein Juniorenturnier für U13 und U15 Mannschaften und ein Plauschturnier erweitert. Ein weiterer sportlicher Höhepunkt des Festes ist das öffentliche Promenadenschwimmen von der Badi Seeliken zum Zuger Springbrunnen und zurück (ca. 1.2 km), oder als Halbdistanz mit Ziel beim Springbrunnen. Im Frühling organisiert der Schwimmclub jeweils ein Schülerwettschwimmen für alle Stadtzuger Primar- und Sekundarschüler.

Kontakt: www.seebad-seeliken.ch; www.schwimmclubzug.ch

Textquellen: DNS-Transport, Zug; Schwimmclub Zug.

Bildquellen: Zuger Kalender 1890; Schwimmclub Zug.

Bild erstes Schwimmfest

«Erstes Tauch- und Schwimmfest, Sonntag, den 30. Juni 1889 in Zug» mit Festbetrieb rund um die Holzbaracke der ersten Badanstalt Seelikon, 1889.


Schwimmfest

Nur die Waghalsigsten trauen sich, vom 20 Meter hohen Sprungturm beim Alpenquai in den Zugersee zu springen, 2007.



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