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Chriesimärt

Termin: Mitte/Ende Juni bis Juli, Montag bis Freitag, 15 bis 18 Uhr, während 2 bis 3 Wochen, Starttag wird durch die «Chriesigloggä» angekündigt

Ort: Landsgemeindeplatz Zug

Entstehungsdatum: 1627

Ursprünglicher Brauch: Kirschen haben im Kanton Zug seit jeher eine grosse Bedeutung und sind das eigentliche Wahrzeichen von Zug. Neben dem berühmten Zuger Kirsch, der Zuger Kirschtorte und der Zuger Chriesiwurst werden im ganzen Kanton auch grosse Mengen an köstlichen Tafelfrüchten produziert. Schon in früheren Jahren boten zahlreiche Bauernfamilien ihre Kirschen am Zuger Markt feil. Zwischen Juni und Juli, je nach saisonaler Kirschenreife, wird der Markt jeweils durch das städtische Polizeiamt freigegeben. Die Kirschenbauern stellen ihren Stand von Montag bis Freitag, jeweils von 15 bis 18 Uhr, auf dem Landsgemeindeplatz bereit und verkaufen ihre Kirschen an die Passanten. Gemäss nach wie vor geltendem Reglement werden die Bauern vom Polizeiamt der Stadt Zug darauf aufmerksam gemacht, dass nur «madenfreie, trockene und den Qualitätsvorschriften entsprechende Ware verkauft werden darf.»Kirschen haben im Kanton Zug seit jeher eine grosse Bedeutung und sind das eigentliche Wahrzeichen von Zug. Neben dem berühmten Zuger Kirsch, der Zuger Kirschtorte und der Zuger Chriesiwurst werden in der Region auch grosse Mengen an Tafelfrüchten produziert. 1626 wird in den Stadtratsprotokollen erstmals ein Zuger Obstmarkt beim Zollhaus und im Graben an der heutigen Grabenstrasse erwähnt. Den Ort für den Verkauf von Dörrobst nannte man «dürrsmarckt». Dieser wurde noch im 18. und 19. Jahrhundert durchgeführt (1). Der älteste Beleg für einen «Chriesimärt» und eine lebendige Kirschenkultur in der Stadt Zug ist quasi einem Hund zu verdanken: Am 24. Juli 1627 wurde nämlich am «kriesymerckht» ein Besucher von einem Köter gebissen, worauf der Verletzte eine Entschädigung verlangte und der Vorfall aktenkundig wurde. Die Tradition des Kirschenmarktes hat sich seither gehalten. Mit dem Start der Chriesiernte boten Bauernfamilien ihre Kirschen jeweils am Zuger Markt feil. Die Bauern wurden vom Polizeiamt der Stadt Zug jedes Jahr darauf aufmerksam gemacht, dass nur «madenfreie, trockene und den Qualitätsvorschriften entsprechende Ware verkauft werden darf.»

Gelebter Brauch: Zwischen Juni und Juli, je nach Angebot während zwei bis drei Wochen, findet auf dem Landsgemeindeplatz der Zuger «Chriesimärt» statt. Die Kirschen werden am Morgen vom Baum gepflückt und am Nachmittag erntefrisch verkauft. Daneben bieten die Chriesibauern auch andere Produkte wie Kirsch, Kirschtorte, Chriesiwürste und zahlreiche weitere Spezialitäten an. Das Marktwesen wird bis heute durch die städtischen Behörden geregelt. Aufgrund der regen Bautätigkeit im Kanton Zug und der Veränderungen in der Landwirtschaft ist der Bestand an Kirschbäumen in den letzten dreissig Jahren massiv gesunken. Das von der IG Zuger Chriesi lancierte Projekt «1000 Kirschbäume für Zug» verfolgt das Ziel, den Bestand der Hochstamm-Kirschbäume rund um die Stadt Zug zu erhöhen, die Bedeutung der Zuger Kirschen zu stärken und den Appetit auf Zuger Chriesi und deren Produkte zu steigern. Der Kirschenanbau im Kanton Zug gehört heute im Rahmen des immateriellen UNESCO-Kulturerbes zu den «Lebendigen Traditionen der Schweiz».

Kontakt: www.zugerchriesi.ch

Textquellen: Kleeb, Ueli / Lötscher, Caroline, «Chriesi, Kirschenkultur rund um Zugersee und Rigi», Zug, 2017; IG Zuger Chriesi.

Bildquellen: Denkmalpflege des Kantons Zug; Ueli Kleeb, Zug.

Historische Ansicht.

Zuger Kirschenmarkt an der Grabenstrasse in Zug, 1. Hälfte 20. Jahrhundert.


Markt

Verkaufsstand am Zuger Chriesimärt mit frischen, jeweils am Morgen handgepflückten Zuger Tafelkirschen von Hochstamm- und Niederstammbäumen, 2014.



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