Willkommen auf der Website der Gemeinde Stadt Zug



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Räbeliechtliumzug

Termin: November

Ort: Hertiquartier / Guthirtquartier Zug

Entstehungsdatum: Anfang der 1980er-Jahre

Ursprünglicher Brauch: Als «Räben» bezeichnet man eine Art der Futterrüben, welche früher von der Bevölkerung als Grundnahrungsmittel ebenso häufig gegessen wurden wie Kartoffeln. Heute hat die Räbe oder Herbstrübe ihre Bedeutung als Speise verloren und wird fast ausschliesslich fürs Schnitzen angebaut. Der alemannische Brauch mit den Räbenlichtern hat seinen Ursprung angeblich in einem bäuerlichen Dankopfer für das Einbringen der letzten Feldfrüchte von dem nahenden Winter. In Zug war es die Gubelloch-Vereinigung, die den «Räbeliechtliumzug» Anfang der 1980er-Jahre initiierte und sponserte. Die Herstellung der Lichter verlangt einiges Geschick: Mit einem spitzen Messer werden die Räben zuerst ausgehöhlt und dann Sujets wie Sonne, Mond und Sterne herausgelöst, die dann im Kerzenschein erleuchten. Während diese Arbeit früher zu Hause im Kreise der Familie verrichtet wurde, hat sich der Brauch je länger je mehr in die Schulen und Kindergärten verlagert, welche dieRäbeliechtliumzüge gemeinsam mit den Quartiervereinen organisieren.

Gelebter Brauch: Wenn die Tage kürzer werden und abends Nebelschwaden um die Häuser ziehen, ist es Zeit für den Räbeliechtliumzug. An Schnüren aufgehängt und an einem Stock befestigt, tragen die Kinder des Kindergartens und der unteren Schulstufen die mit einer kleinen Kerze bestückten Räbenlichter durch die Quartiere. Dazu singen sie passende Lieder: «Räbeliechtli, Räbeliechtli, wo gasch hii? I de tunkle Nacht, ohni Schtärneschii, da mues mis Liechtli sii.» Nach dem Umzug werden die Lichter ins Fenster gestellt, bis die Kerze erloschen ist. Im Herti- und Guthirtquartier finden die Umzüge alle zwei Jahre statt. Nach dem Umzug erhalten die Kinder heissen Punsch, Wienerli und Brot. Die Räben werden bei der landwirtschaftlichen Genossenschaft bestellt, die sie von Bauern aus der Region bezieht. Wegen der Kritik vieler Eltern über das Räbenschnitzen als «Lebensmittelverschwendung» werden die Räben seit einiger Zeit durch Papierlaternen ersetzt.

Kontakt: www.quartierverein-guthirt.ch

Textquellen: Stadtschulen Zug.

Bildquellen: Schulhaus Guthirt, Zug; Ueli Kleeb, Zug.

Räbeliechtliumzug

Von den Schülerinnen und Schülern dekorierter Wagen am Räbeliechtliumzug im Guthirt-Quartier, 1995.


Räbeliechtliumzug

Nächtlicher Räbeliechtliumzug mit Geislechlöpfer, Trychler, Samichlaus, handgemachten Laternen, Umzugswagen und Räbeliechtli durchs Guthirt-Quartier, 2007.



zur Übersicht

öffnen

Sitemap