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27. Juni 1352 

Eintritt von Stadt und Amt Zug in den eidgenössischen Bund

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Nachdem sich 1351 Zürich dem Bund der Stände der Urschweiz und Luzerns angeschlossen hatte, ragte das habsburgische Gebiet von Stadt und Amt Zug wie ein Keil in den eidgenössischen Raum. Nachdem die Spannungen der Eidgenossen mit Habsburg auch zu kriegerischen Entwicklungen geführt hatten, kam im Fall von Zug dazu, dass die Stadt eher habsburgisch gesinnt war, das Aeussere Amt mit den Gemeinden Aegeri, Baar und Enerberg (Menzingen, Neuheim) dagegen klare Sympathien für Schwyz und die Eidgenossen zeigte. Diese Auseinandersetzungen führten am 8. Juni 1352 zur Belagerung der Stadt Zug durch eidgenössische Truppen unter dem Kommando der Stadt Zürich, die mit Soldaten des Amtes verstärkt waren. Die belagerte Stadt konnte einen Hilferuf an den habsburgischen Grundherrn Herzog Albrecht in Königsfelden senden, fand aber für ihr Anliegen kein Gehör. Am 15. Juni 1352 erzwangen die Belagerer die Kapitulation Zugs. In Luzern unterzeichneten danach am 27. Juni 1352 die Stände Zürich, Luzern, Zug, Uri, Schwyz und Unterwalden den Vertrag über ein gemeinsames Bündnis, den sogenannten "Zuger Bund".

Der Zuger Vertrag wurde in ähnlicher Weise wie jener mit Zürich ein Jahr zuvor abgefasst. Die gegenseitigen Hilfeleistungen wurden darin gemäss dem Vorbild anderer Bünde umschrieben. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass im Vertragsdokument die Stadt und das Amt als gleichberechtigte Partner genannt werden. Ebenfalls blieben die Rechte der Habsburger vorbehalten. Als Folge der gespannten Lage zwischen Habsburg und den Eidgenossen musste Zug zusammen mit Glarus kurz nach dem Eintritt den eidgenössischen Bund wieder verlassen und durch die Nichttangierung der Rechte Habsburgs innerhalb der Stadt und des Amtes Zug blieb Zug bis ins Jahr 1365 habsburgisch. Die Schwyzer stürzten aber im Spätsommer des gleichen Jahres die habsburgischen Länderherren in Zug und leiteten eine Reintegration Zugs in den eidgenössischen Bund ein.

Die Schwyzer Ammänner waren ein Inbegriff der ständigen Kontrolle Zugs durch eidgenössische Räte. Die Zürcher Regierung befürchtete nach 1365 sogar, dass Schwyz mit seinen Expansionsgelüsten auch Zürich gefährlich werden könnte. So wurde 1414 durch den Eingriff Zürichs mit Peter Kolin der erste Zugerische Ammann gewählt. Die Zürcher Überlegung resultierte mehr aus der Eindämmung des Machtgehabes der Schwyzer als aus Überzeugung eines freien selbstregierenden Zug.

Der "Heldentod" der beiden Kolin Brüder auf dem Schlachtfeld bei Arbedo 1422, als sie versuchten, das Panner von Zug zu retten, machte das Geschlecht in Zug berühmt und verbindet den Namen bis heute identitätsstiftend mit der Stadt Zug (unter anderen: Kolinstadt, Kolinplatz, Kolinbund).
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