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Gut zu wissen: Salzen oder Versalzen

Mit dem Schnee und der Kälte kommt auch die Problematik der eisigen und rutschigen Trottoirs und Strassen. Egal ob man zu Fuss oder mit dem Auto unterwegs ist, Achtsamkeit ist ein Muss. Der Werkhof, Hauswarte und Private tun ihr Bestes um der Schnee- oder Eisglätte Herr zu werden. Dabei wird hauptsächlich Salz als Schmelzmittel verwendet.

Winterdienst auf Schweizer Strassen
Seit den 60er Jahren findet Auftausalz im Winterdienst seine Verwendung. Für die Schwarzräumung auf den Schweizer Nationalstrassen werden jährlich 8 bis 40 Tonnen Salz pro Strassenkilometer gestreut. Um dies überhaupt zu ermöglichen, müssen laut dem Bundesamt für Strassen zum Winteranfang die Lagerhallen und –Silos insgesamt 64‘000 Tonnen Salz und 1‘900 Tonnen Sole (Salz-Wasser-Lösung) bereitstellen.

Je nach Wetterzustand werden zwischen 5 und 20g pro m2 Salz gestreut. Neue Messsysteme mit Infrarot-Thermometer an den Streufahrzeugen ermöglichen es, die Bodentemperatur in Echtzeit zu erfassen und die Salzmengen zu regulieren. Dadurch kann ¼ der Salzmenge eingespart werden ohne das die Verkehrssicherheit darunter leidet.

Negative Auswirkungen
Die Verwendung von Auftausalz ist leider nicht ganz unproblematisch. Vor allem die Umwelt wird durch den unnatürlichen Eintrag von Salzen beeinträchtigt. Die gute Löslichkeit des Salzes beschleunigt den Verbreitungs- und Versickerungsprozess erheblich.

  • Mit dem Schmelzwasser gelangt das Salz in den Boden. Dadurch entsteht ein übermässiger Eintrag von Natrium- und Chloridionen, welcher negative Auswirkungen auf die Bodenstruktur hat. Es kann zu Verdichtungen, Verschlämmungen und Beeinträchtigungen der Mikroorganismen kommen.
  • Auch die Strassenbegrünungen, wie z.B. Baumalleen, werden durch den Salzeintrag geschwächt oder gehen sogar ein.
  • Mit dem Schmelzwasser gelangt die Salzlösung in Gewässer. Dies folgt zur Beeinträchtigung von Flora und Fauna der Oberflächengewässer und Verschmutzung des Grundwassers und somit unseres Trinkwassers.
  • Die korrosive Wirkung der Chloridionen setzt auch Bauten aus Beton oder Stahl und Fahrzeugen stark zu.

Alternativen für den Strassenraum
Es gibt verschiedene alternative Produkte welche verwendet werden könnten. Leider weisen diese oftmals auch negative Auswirkungen auf oder sie befinden sich noch in der Testphase.
  • Abstumpfende Streustoffe wie Kies, Splitt, Granulat oder Sand haben vor allem auf einer geschlossenen Schneedecke einen hohen Wirkungsgrad. Sie eignen sich eher für Gehwege und weniger für befahrene Strassen. Der Kostenaufwand ist um das 5-Fache höher als bei der Verwendung von Auftausalzen, da das ausgetragene Material wieder gesammelt und für eine Wiederverwendung gewaschen und gereinigt werden muss.
  • Der Einsatz von Streumaterial auf Basis von Harnstoffen ist ebenfalls sehr effizient, führt jedoch zur Überdüngung des Bodens und ist somit nicht einsetzbar.
  • Ein Salz-Zucker-Gemisch (Zusatzprodukt Safecote) wird seit letzter Wintersaison auf den Nationalstrassen im Kanton Bern testweise eingesetzt. Die Versuchsreihe weisst positive Ergebnisse auf. Die korrosive und ätzende Wirkung ist geringer, und durch den verlängerten Gefrierschutz bei optimalen Bedingungen kann die Frequenz der Streuwagen reduziert werden. Die Studie dauert noch bis 2013.
  • Ein neues biologisches Produkt auf Basis von Abfallprodukten des Weinbaus (Traubenkernen und -fleisch) genannt SnowFree wird derzeit im Strassenraum von Ostfrankreich getestet. Das Produkt soll eine hohe und langandauernde Schmelzwirkung (bis 4 Wochen) haben und soll keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Alternativen für Gehwege
Auf privaten Gehwegen oder Parkflächen ist die Verringerung der Salzmenge aufgrund der erhöhten Anpassungsfähigkeit und der geringeren Sicherheitsstufe einfacher.
Grundsätzlich sollte der Schnee manuell oder bei grossen Flächen maschinell geräumt werden. Eine frühzeitige Räumung verhindert eine Schneeglätte durch Trittspuren und das Schmelzen und anschliessende Bilden einer gefährlichen Eisschicht. Eine zusätzliche Rutschfestigkeit erreicht man durch das Aufbringen von abstumpfenden Streustoffen. An gefährlichen Stellen, wie Treppen oder Wegen mit starker Steigung, kann wohl kaum auf Auftausalz verzichtet werden. Beachten Sie dabei, dass Sie nicht übermässige Salzmengen verteilen. Als Grundregel gilt: 10g/m2 Auftausalz. (10g Salz entspricht ca. 2 Esslöffeln)

Tipps für den Winter-Alltag
Schnee- und Eisglätte sind natürliche Bestandteile in unserer Wintersaison. Die Besten Tipps sind die der Anpassung:
  • Tragen Sie gutes Schuhwerk mit Profil
  • Benützen Sie Winterreifen mit einer Profiltiefe von mindestens 4mm
  • Entschleunigen Sie Ihren Fahrstil, passen Sie sich an die Strassenverhältnisse an.

Wollen Sie mehr wissen?
Astra – Bundesamt für Strassen
Safecote
SnowFree
Rheinsalinen

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