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Holzfeuerung

Zuständige Abteilung: Umwelt und Energie
Verantwortlich: Hegglin Keller, Margrit

Holzfeuerungskontrolle
Holzfeuerungen


Zwei Jahre nach den Zentralschweizerkantonen, Luzern, Obwalden, Uri und Schwyz wurde per 1. Januar 2010 im Kanton Zug die Kontrolltätigkeit für kleine Holzfeuerungen bis 70 kW (für naturbelassenes Holz) gemäss einheitlichem Ablaufschema aufgenommen.

Zielsetzung
Die Holzfeuerungskontrolle hat zum Ziel, einen gesetzeskonformen und schadstoffarmen Betrieb der kleinen Holzfeuerungen mit einer Wärmeleistung von weniger als 70 kW sicherzustellen.
Die Holzfeuerungskontrolle verfolgt diese Ziele durch:
Information: Die Anlagenbetreiber kennen das Ausmass und die schädliche Wirkung der Rauchgase aus ihrer Holzfeuerung insbesondere beim Einsatz verbotener Brennstoffe (Abfall).
Beratung: Die Anlagenbetreiber kennen die für ihre Anlage taugliche Anfeuermethode, den geeigneten Brennstoff und können ihre Anlage richtig betreiben.
Kontrolle: Die Holzfeuerungskontrolle begutachtet die Anlage und das Brennstofflager und gewährleistet so einen gesetzeskonformen, möglichst schadstoffarmen Betrieb.
Sanktionen: Gegen Anlagebetreiber, die ihre Anlagen wiederholt nicht gesetzeskonform betreiben, werden Sanktionen ergriffen.

Gesetzliche Grundlagen
• Das Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG) definiert in seinem Grundsatzartikel 1, dass die Umwelt gegen schädliche oder lästige Einwirkungen zu schützen ist und diese schädlichen Einwirkungen im Sinne einer Vorsorge zu begrenzen sind.
• Artikel 46 des USG schreibt vor, dass jedermann verpflichtet ist, den Behörden die für den Vollzug erforderlichen Auskünfte zu erteilen.
• Nach Artikel 13 der Luftreinhalteverordnung (LRV) sind Holzfeuerungen bis 70 kW in der Regel alle zwei Jahre kontrollpflichtig.
• Gemäss § 9 zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über den Umweltschutz (EG USG) und § 6 der Verordnung zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über den Umweltschutz (V EG USG) liegt die Feuerungskontrolle im Kanton Zug im Zuständigkeitsbereich der Gemeinden.
• Der Zuger Regierungsrat hat mit Beschluss vom 4. Juli 2000 und 18. Dezember 2007 die Weichen zur Kontrolle von Holzfeuerungen kleiner als 70 kW im Rahmen der Zentralschweizer Massnahmenplanung gestellt. Mit diesen neu eingeführten Kontrollen werden Holzfeuerungen gleich wie Öl- und Gasfeuerungen behandelt.

Welche Anlagen sind kontrollpflichtig, welche sind ausgenommen?
Kontrollpflichtig (alle 2 Jahre) sind häufig benutzte Holzfeuerungen für naturbelassenes Holz mit einer Feuerungswärmeleistung bis 70 Kilowatt, die innerhalb von 2 Jahren mindestens einmal gereinigt werden. In diese Kategorie fallen insbesondere:
  • Stückgutheizungen
  • Schnitzelfeuerungen
  • Kochherde
  • Kachelöfen
  • Schweden- od. Zimmeröfen
Folgende Feuerungen müssen nicht kontrolliert werden:

  • Reine Pelletfeuerungen
  • Feuerungen, welche selten in Betrieb sind und folglich innerhalb von 2 Jahren nicht mindestens einmal gereinigt wurden (z.B. Cheminées)
Pro Haushalt wird nur eine Feuerung kontrolliert, in der Regel die Hauptfeuerung.

Kosten
Die Kosten werden gemäss Verursacherprinzip vom Anlagebetreiber getragen. Die Kosten setzen sich aus dem Aufwand des Feuerungskontrolleures, nach dessen Stundenansatz und Arbeitsaufwand und einer Vignette pro Haushalt zusammen. Die Kosten für die Vignette (CHF 35.-) beinhaltet unter anderem die Aschenanalyse im Labor, das Verbrauchsmaterial und den administrativen Aufwand.

Die verschiedenen Akteure
Der Anlagebetreiber wird von der Administrationsstelle alle 2 Jahre schriftlich aufgefordert, einen Feuerungskontrolleur mit der Kontrolle zu beauftragen (Zulassungsliste unter www.gesch-feuko.ch). Falls das Jahr ungenutzt verstreicht, führt der gewählte Feuerungskontrolleur der Gemeinde die Kontrolle von Amtes wegen durch. Der Anlagebetreiber gewährt dem Feuerungskontrolleur Zutritt zur Feuerungsanlage und zum Brennstofflager und belässt im Feuerraum etwas Asche für die Probeentnahme.
Der Feuerungskontrolleur überprüft, ob in der Feuerungsanlage ausschliesslich trockenes Waldholz verwendet wird. Dazu beurteilt er das Brennstofflager und entnimmt dem Feuerraum Asche. Nach erfolgter Kontrolle klebt er die Vignette auf den Rapport und auf den Aschebehälter, die er zusammen an das Labor zur Analyse weiterleitet. In der Regel sind die örtlichen Kaminfeger auf der Zulassungsliste.
Die Gemeinde/Administrationsstelle erstellt eine schriftliche Rückmeldung an die Anlagebetreiber aufgrund des Laborbefundes. Falls eine Ascheprobe beanstandet wird oder keine Asche entnommen werden konnte, erfolgt als erstes eine schriftliche Beanstandung. Wird die Asche ein zweites Mal beanstandet oder fehlt sie ein zweites Mal, erstattet die Gemeinde Anzeige – mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen für den Anlagebetreiber.
Das Labor nimmt die Rapporte und Aschebehälter entgegen, analysiert die Aschenproben visuell sowie einen Teil davon (30%) instrumentell (Röntgen Fluoreszenz Analyse RFA) auf Schadstoffe. Das Labor behält von den beanstandeten Ascheproben ein Muster zurück.

Dokumente
-Zulassungsliste der Holz-Feuerungskontrolleure im Kanton Zug
-Pflichtenheft für Holzfeuerungskontrolleure (PDF)
-Richtig Anfeuern oberer Abbrand (PDF)
-Richtig Anfeuern unterer Abbrand (PDF)
-Holzfeuerungen richtig betreiben(PDF)
-Keine Abfälle in den Ofen (PDF)
-Merkblatt mögliche Herkunft der Schadstoffe in der Asche (PDF)

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