Willkommen auf der Website der Gemeinde Stadt Zug



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Städtische Abstimmung: Zug kauft ehemaliges Landis & Gyr-Gebäude

Die Stimmberechtigten der Stadt Zug befürworten den Kauf des ehemaligen Landis & Gyr-Gebäudes mit einem Ja-Anteil von 56 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 48 Prozent.

Für 52,3 Mio. Franken kann die Stadt Zug das ehemalige Landis & Gyr-Gebäude im Nordwesten der Stadt Zug kaufen. Die Firma Siemens, Eigentümerin der Liegenschaft, baut unweit vom heutigen Standort einen neuen Hauptsitz, der in etwa vier Jahren bezugsbereit sein wird. Dann wird das ehemalige Landis & Gyr-Gebäude Sitz der gesamten städtischen Verwaltung werden.
Rund 48 Prozent der Stimmberechtigten gingen für diese Abstimmung an die Urne. «Eine Stimmbeteiligung wie sie für Wahlen üblich ist», stellte ein zufriedener und erleichterter Stadtpräsident Dolfi Müller am Sonntag bei der Bekanntgabe des Resultats fest. «Es war ein explosives Abstimmungs-Cocktail: Es ging um eine hohe Summe, das Geschäft war in ein schnelle Verfahren eingebettet – und es schwangen viele Emotionen mit», fasste Dolfi Müller die Ausgangslage zusammen.

Mehr Chancen als Risiken
Mit einem Ja-Anteil von 56 Prozent (4343 Ja-Stimmen gegen 3428 Nein-Stimmen) haben die Stimmberechtigten «den Mut gehabt, diese einmalige Chance zu packen», würdigte der Stadtpräsident den Entscheid. Die Zugerinnen und Zuger hätten sowohl «Zukunftsglaube wie Vergangenheitsbewusstsein» gezeigt. Für diese Weitsicht dankt der Stadtrat der Bevölkerung wie auch dem Grossen Gemeinderat, der dem Geschäft mit 24 zu 2 Stimmen zugestimmt hatte.
Überrascht und zufrieden vom deutlichen Resultat zeigte sich Stadtrat Ivo Romer, Vorsteher des Finanzdepartements. «Die Stimmberechtigten haben im Kauf mehr Chancen als Risiken gesehen», stellte er fest. Der Stadtrat werde jetzt das eigene Immobilien-Portefeuille kritisch hinterfragen: «Wir werden dem Grossen Gemeinderat Ende 2013 Bericht und Antrag zu den Nachnutzungen der bestehenden Verwaltungsgebäude unterbreiten.»
Mindestens für ein Sorgenkind des städtischen Immobilien-Portefeuilles zeichnet sich schon heute eine Lösung ab: Die Korporation Zug interessiert sich für die Liegenschaft Zeughausgasse 9 mit dem umstrittenen Haus Zentrum. Die Korporation deutete an, dass sie diesen «Schandfleck» in der Altstadt eliminieren und Alterswohnungen bauen möchte. «Das wäre ohne den Umzug in das ehemalige Landis & Gyr-Gebäude nicht möglich, wir hätten bleiben müssen und damit auch das Haus Zentrum», sagte Stadtratsvizepräsident Andreas Bossard.

Reaktionen der Gegner und Befürworter
Sehr erleichtert über das positive Ergebnis zeigte sich Philip C. Brunner, Präsident der Geschäftsprüfungskommission des GGR und Mitglied des Pro-Komitees. «Die Bevölkerung hat einen unternehmerischen Entscheid getroffen – im Bewusstsein, dass mit dem Kauf auch Risiken verbunden sind», sagte der SVP-Politiker, dessen Partei den Kauf befürwortet. Den Kauf abzulehnen, wäre wohl einfacher gewesen; man hätte sich mit dem Status quo irgendwie arrangieren müssen. Die Hausaufgaben kommen jetzt, prognostizierte Philip Brunner: «Wir müssen sorgfältig abwägen, was mit den Verwaltungsgebäuden geschehen soll. Und für eine Aufblähung der Verwaltung ist unsere Partei nicht zu haben, auch wenn jetzt mehr Raum zur Verfügung stehen wird», stellte er klar.

Andreas Kleeb vom gegnerischen Komitee gratulierte dem Stadtrat für «diese Zielerreichung». Die demokratische Auseinandersetzung sei nötig gewesen; dadurch habe das Geschäft eine «noch höhere Legitimation» erhalten. Jetzt müsse der Stadtrat beweisen, dass er diesen Entscheid professionell umsetzen könne. «Denn an unseren Argumenten, die gegen den Kauf sprechen, halten wir fest», betonte Kleeb. «Wir fordern volle Kostentransparenz zum Umzug, zu den Anpassungen oder zu Sanierungen. Es darf nicht sein, dass diese Kosten in Budgetposten verschwinden.» Im Weiteren gelt es, der Enttäuschung vieler Zugerinnen und Zuger Rechnung zu tragen, die mit dem Umzug der Verwaltung eine weitere Entvölkerung der Altstadt befürchten.
Auch für FDP-Parteipräsidentin Chris Oeuvray, deren Partei als einzige die Nein-Parole herausgegeben hatte, war die politische Auseinandersetzung wichtig. «Nun werden wir das Projekt kritisch begleiten und darauf achten, dass die Rahmenbedingungen eingehalten werden», sagte sie.


Übersicht:
Kauf der Liegenschaft Gubelstrasse 22, GS 4537 – Verpflichtungskredit
Stimmberechtigte: 16'197
Eingereichte Stimmzettel: 7807
Leere Stimmzettel: 33
Ungültige Stimmzettel: 3
In Betracht fallende Stimmzettel: 7771

Gültige Ja-Stimmzettel: 4343
Gültige Nein-Stimmzettel: 3428

Datum der Neuigkeit 9. Sept. 2012
öffnen

Sitemap