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Ehemaliges Landis&Gyr-Gebäude: Die Rechnung geht auf

Das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude bietet nicht nur Platz für eine zentrale Verwaltung; es spült auch zehn Millionen Franken Überschuss in die Stadtkasse. Dies zeigen neue Zahlen, die der Stadtrat präsentiert. Vor zwei Jahren hat das Stadtzuger Stimmvolk den Kauf des ehemaligen Landis&Gyr-Gebäudes beschlossen. Das Gebäude am Bahnhof dient dazu, die städtische Verwaltung an einem Ort zusammenzufassen. Heute sind die Abteilungen auf sieben Standorte in der Altstadt verteilt. Seit dem Kauf hat der Stadtrat ein Nutzungskonzept entwickelt, die Bürostruktur bestimmt und Kostenschätzungen veranlasst. «Das Resultat zeigt: Die Rechnung geht auf. Die Stadtkasse profitiert langfristig von der Zusammenführung der Stadtverwaltung im ehemaligen Landis&Gyr-Gebäude», sagt Stadtrat Karl Kobelt, Vorsteher Finanzdepartement. Nun können auch genauere Angaben zu den Kosten gemacht werden, die dem heutigen Planungsstand entsprechen: Dabei werden drei Arten von Kosten unterschieden: - Umzugskosten: Die reinen Umzugskosten betragen CHF 470‘000.-. - Rechtlich möglicherweise nötige Investitionen: Noch unklar ist, ob Brandschutzmassnahmen nötig sind. Hier laufen noch rechtliche und technische Abklärungen. Die Kosten für Brandschutzmassnahmen würden rund 1.2 Millionen Franken betragen. - optionale Investitionen: Ausserdem schlägt der Stadtrat optionale Investitionen in der Höhe von 4.9 Millionen Franken vor – etwa in sanitäre Anlagen, den Umbau der Büro-Infrastruktur oder in die EDV-Anlagen. Karl Kobelt: «Keine dieser Investitionen ist zwingend, aber sie sind sinnvoll und lohnend, weil sie der Stadt auch höhere Mieterträge einbringen und einen effizienteren Verwaltungsbetrieb ermöglichen. Einige davon wären auch an den bisherigen Verwaltungsstandorten nötig gewesen; etwa jene in die IT.»   Die optionalen Investitionen befürwortet der Stadtrat, weil sie sich rasch auszahlen: Ein gutes Beispiel dafür ist der Umbau der Büros mit dem Ziel der Flächenoptimierung: Dadurch kann die Stadtverwaltung nach heutigem Planungsstand auf vier Stockwerken untergebracht werden. Mit der bestehenden Büroinfrastruktur müsste die Stadtverwaltung fünf Stockwerke belegen. Die Stadt kann also ein ganzes Stockwerk mehr vermieten und so die Kosten für den Umbau innerhalb weniger Jahre mit den Mieterträgen wieder einspielen. Eine Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag für das gesamte Gebäude zeigt, dass die Stadtkasse namhaft vom Umzug profitiert: In den nächsten fünfzehn Jahren mit einem Überschuss von rund zehn Millionen Franken zu rechnen. Die Erträge setzen sich aus der Vermietung der oberen Stockwerke des ehemaligen L&G-Gebäudes sowie aus dem Verkauf und der Vermietung der bisherigen Verwaltungsliegenschaften in der Altstadt zusammen. Stadtpräsident Dolfi Müller bezeichnet das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude denn auch als Glücksfall: «Die neuen Zahlen zeigen, dass der Kauf goldrichtig war. Alle gewinnen: die Stadtkasse, die Einwohnerinnen und Einwohner und die Mitarbeitenden.» Interpellation über angebliche Falschaussagen beantwortet Der Stadtrat hat im Zusammenhang mit den Folgekosten zum Kauf des Landis&Gyr-Gebäudes eine Interpellation der FDP-Fraktion beantwortet und dabei den Vorwurf der Falschaussage im Vorfeld der Abstimmung von 2012 zurückgewiesen. Der Stadtrat weist darauf hin, dass damals in verschiedenen öffentlichen Dokumenten auf die Folgekosten hingewiesen worden war. Da jedoch vor dem Ja des Stimmvolks keine Detailstudien vorlagen, waren lediglich grobe Angaben ohne konkrete Zahlen möglich. Auch konnte damals noch nicht auf die möglicherweise nötigen Investitionen in den Brandschutz hingewiesen werden, weil der Stadtverwaltung erst seit 2013 entsprechende Unterlagen vorliegen. Dies führte damals zu unvollständigen Aussagen, was der Stadtrat bedauert. Erst mit der nun erfolgten konkreten Bedarfs- und Nutzungsplanung sowie der späteren Umzugsplanung hätten sich die Kosten konkretisieren lassen. Stadtpräsident Dolfi Müller: «Hier nehmen wir uns an der Nase. Darauf hätten wir klarer hinweisen müssen. Aber wichtig ist: Wir haben mit dem Kauf des Gebäudes als neue Stadtverwaltung unter dem Strich einen sehr guten Zug gemacht; das bestätigen die neuen Zahlen erst recht.»
Neue Stadtverwaltung im ehemaligen Landis&Gyr-Gebäude Die Zusammenführung der gesamten Verwaltung im ehemaligen Landis&Gyr-Gebäude erhöht den service public für die Bürgerinnen und Bürger, die voraussichtlich ab 2019 alle städtischen Dienstleistungen an einem bestens erreichbaren Standort beim Bahnhof beziehen können. Mit dem Umzug der gesamten Verwaltung spart die Stadt langfristig Geld, da nur noch ein Gebäude statt wie heute sieben Liegenschaften unterhalten werden muss. Ausserdem zieht die Verwaltung in den Westen der Stadt, wo die meisten Menschen leben und ein bedeutender Teil der Wirtschaft angesiedelt ist. Für die frei werdenden Liegenschaften in der Altstadt besteht ein Nachnutzungskonzept. Ziel ist eine sanfte Belebung der Altstadt nach dem Auszug der Verwaltung. Das Stimmvolk hat den Kauf des ehemaligen Landis&Gyr-Gebäudes im September 2012 an der Urne beschlossen.
 
Der politische Prozess Ein überparteiliches Komitee hat eine Doppelinitiative eingereicht, die den Verkauf des ehemaligen Landis&Gyr-Gebäudes sowie den Verbleib der Stadtverwaltung in der Altstadt fordert. Das Volksbegehren wird derzeit rechtlich geprüft, mit einer Abstimmung ist im Frühjahr 2015 zu rechnen. Gleichzeitig fordert eine Motion den Stadtrat auf, einen Gegenvorschlag zur Initiative auszuarbeiten. Insbesondere regt die Motion an, Verhandlungen mit dem Kanton als möglichen Mieter aufzunehmen. Stadtpräsident Dolfi Müller: «Erste Gespräche in dieser Richtung haben stattgefunden. Die Signale sind durchaus positiv.»


Datum der Neuigkeit 3. Juli 2014
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