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Natur & Lebensräume: Igel Wanderung

kleiner Igel
Der Igel gehört zu den am häufigsten überfahrenen Säugetieren. Dies liegt daran, dass sich der Igel dem Lebensraum des Menschen angepasst hat und nun vermehrt in strukturreichen Siedlungen beheimatet ist. Während seiner Wanderung, welche meistens während der Dämmerung oder bei Tagesanbruch stattfindet, überquert das paarungswillige Männchen durchschnittlich 12 Strassen. Die Weibchen auf Nahrungssuche etwas weniger.

Flucht, statt einkugeln
Igel wissen um die Gefahr eines heranfahrenden Fahrzeuges und kugeln sich nicht ein, sondern versuchen die Strasse so schnell als möglich zu überqueren. Laute Geräusche wie Hupen bringen die Tiere nicht dazu, die Strasse schneller zu überqueren, sondern schüchtern die bereits verängstigten Tiere nur weiter ein. Auch das Vorsichtige „Überfahren“ der Tiere, zwischen den Rädern in der Mitte des Fahrzeuges, bringt nicht viel. Durch den starken Luftstoss können die Tiere verletzt werden oder sogar am Fahrzeug einhacken und sterben.

Wie können wir helfen
Als Verkehrsteilnehmer haben wir eine praktikable Möglichkeit, die Zahl der Igel als Verkehrsopfer zu verringern. Wenn Sie auf ihrer Fahrt nun einem stachligen Wan-derfreund begegnen, helfen Sie ihm doch über die Strasse. Igel haben ein erstaunliches Raumgedächnis. Sie erinnern sich an gute Futterstellen und Schlafplätze. Nicht selten überqueren sie die Strassen, um an einen solchen, bekannten Ort zu gelangen. Wenn Sie ihn also mitnehmen und an einem geschützten Waldstück wieder frei lassen, ist es gut möglich, dass er nur kurze Zeit später die gleiche Strasse wieder überqueren muss. Dabei wird er der selben Gefahr erneut ausgesetzt.