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Jahresrechnung 2025 der Stadt Zug: Hoher Ertragsüberschuss dank starker Steuerbasis und robuster Finanzlage

10. April 2026

Die Stadt Zug blickt auf ein weiteres erfolgreiches Rechnungsjahr zurück. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 98.3 Mio. Franken ab. Dieser resultiert – wie bereits im Vorjahr – im Wesentlichen aus weiteren Aufwertungen bei juristischen Personen im Zusammenhang mit der OECD‑Mindeststeuer. Budgetiert war ein leicht negatives Ergebnis von minus 0.5 Mio. Franken.

Die Entwicklung der Fiskalerträge zeigt Stabilität bei den natürlichen Personen, bei den juristischen Personen ist sie leicht rückläufig. Im Einzelnen:

  • Die Fiskalerträge natürlicher Personen lagen mit rund 182.3 Mio. Franken um 27.9 Mio. Franken über Budget und 11.2 Mio. Franken über dem Vorjahr. Hauptgrund waren höhere definitive Veranlagungen früherer Jahre.
  • Bei den juristischen Personen ist trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr ein weiterhin hoher Steuerertrag festzustellen. Die Gewinnsteuern schlossen um 50.7 Mio. Franken über Budget, was auf fortgesetzte Aufwertungen im Zuge der OECD‑Mindeststeuer zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies jedoch einen Rückgang von 174.1 Mio. Franken auf 166.2 Mio. Franken.
  • Die Sondersteuern erreichten 32.6 Mio. Franken (Vorjahr 29.7 Mio. Franken). Besonders stark entwickelten sich die Grundstückgewinnsteuern mit 24.5 Mio. Franken (Vorjahr 20.0 Mio. Franken)

«Die hohen Steuereinnahmen bestätigen die starke wirtschaftliche Position der Stadt Zug. Zugleich bleiben sie volatil, da ein grosser Teil der Erträge von wenigen sehr bedeutenden Steuerzahlern stammt», erklärt Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher des Finanzdepartements. Konkret: Bei den natürlichen Personen erzielten die besten 2.3% der Steuerzahlenden rund 49% der Einkommenssteuern, bei den juristischen Personen zahlten die besten 2.3% der Steuerzahlenden rund 43% der Gewinnsteuern. 

Erfolgsrechnung: Aufwand unter Kontrolle trotz steigender Belastungen

Die Erfolgsrechnung zeigt einen Aufwand von 401.6 Mio. Franken (Vorjahr 336.7 Mio. Franken) und einen Ertrag von 499.8 Mio. Franken (Vorjahr 480.7 Mio. Franken). Der daraus resultierende Ertragsüberschuss beträgt 98.3 Mio. Franken (Vorjahr 144.0 Mio. Franken).

Der Aufwand liegt 5.4 Mio. Franken unter Budget. Gleichzeitig stieg der Zuger Finanzausgleich (ZFA) deutlich auf 101.2 Mio. Franken (Vorjahr 79.5 Mio. Franken).

«Die Ausgabendisziplin der Departemente trägt wesentlich zur Stabilität unserer Finanzlage bei. Trotz wachsender Belastungen konnten wir ein sehr solides Ergebnis erzielen», so Urs Raschle.

Investitionen: Höchster Wert der letzten Jahre

Die Bruttoinvestitionen ins Verwaltungsvermögen betrugen 86.9 Mio. Franken (Vorjahr 37.6 Mio. Franken). Bei Einnahmen von 5.0 Mio. Franken (Vorjahr 1.3 Mio. Franken) resultieren Nettoinvestitionen von 81.9 Mio. Franken (Vorjahr 36.3 Mio. Franken). Wesentliche Investitionsschwerpunkte waren die Schulanlagen mit 30.7 Mio. Franken (Vorjahr 15.0 Mio. Franken), Wohnen und Aufenthalt mit 28.0 Mio. Franken (Vorjahr 1.4 Mio. Franken), Sport und Freizeit mit 5.5 Mio. Franken (Vorjahr 4.8 Mio. Franken), Strassen und Verkehr mit 7.4 Mio. Franken (Vorjahr 7.8 Mio. Franken), die Stadtentwässerung mit 5.0 Mio. Franken (Vorjahr 3.3 Mio. Franken) sowie Werkhof, Feuerwehr und Informatik mit 1.5 Mio. Franken (Vorjahr ebenfalls 2.3 Mio. Franken). Trotz des Anstiegs bleibt der 5‑Jahres‑Durchschnitt der Nettoinvestitionen bei 36.3 Mio. Franken im finanzpolitischen Zielkorridor.

Bilanz: Finanzielle Stärke weiter ausgebaut

Die Bilanzsumme beträgt 1’217.0 Mio. Franken (Vorjahr 1’150.6 Mio. Franken). Die Stadt Zug verfügt über ein Eigenkapital von 1’074.2 Mio. Franken (Vorjahr 999.9 Mio. Franken). Die Eigenkapitalquote steigt auf 88.3 % (Vorjahr 86.9 %) und bleibt damit weit über dem strategischen Zielwert von 50 %.

«Die sehr hohe Eigenkapitalquote verschafft uns eine stabile Ausgangslage. Damit können wir die kommenden Grossinvestitionen ohne strukturelle Defizite bewältigen», erklärt Urs Raschle.

Ausblick: Reduktion von Sondereffekten erwartet

Der Stadtrat weist darauf hin, dass der Jahresabschluss 2025 erheblich durch Sondereffekte aus Bilanzbereinigungen international tätiger Unternehmen geprägt wurde. Diese Effekte werden künftig abnehmen und sind nicht strukturell. Ziel des Stadtrates ist es, die Stadtzuger Finanzen stabil zu halten, die anstehenden hohen Investitionen solide zu finanzieren und durch eine grosse Ausgabendisziplin ausgeglichene Ergebnisse zu erreichen. Den Rechnungslegungsvorschriften folgend, soll der Ertragsüberschuss von 98.3 Mio. Franken den kumulierten Überschüssen der Vorjahre zugeführt werden. Das Stadtparlament wird über die Verwendung des Ertragsüberschusses zusammen mit dem Rechnungsabschluss an seiner Sitzung im Juni 2026 befinden.

 

Übersicht der wichtigsten Zahlen

 

 

 

 

Rechnung 2025

Budget 2025

Rechnung 2024

In Mio. Franken

Erfolgsrechnung

 

 

 

Total Aufwand

401.6

407.0

336.7

Total Ertrag

499.8

406.5

480.7

Jahresergebnis

98.3

  - 0.5

144.0

 

 

 

 

Investitionsrechnung

 

 

 

Ausgaben

86.9

91.0

37.6

Einnahmen

5.0

2.7

1.3

Nettoinvestitionen ins Verwaltungsvermögen

81.9

88.3

36.3

 

 

 

 

Bilanz

31.12.2025

 

31.12.2024

Bilanzsumme

1'217.0

 

1'150.6

Eigenkapitalquote

88.3%

 

86.9%

 

 

 

 

Fiskalerträge

 

 

 

Natürliche Personen

182.3

154.4

171.1

Juristische Personen

166.2

117.2

174.1

Sondersteuern

  32.6

  16.0

  29.7

Total Fiskalerträge

381.1

287.6

374.9