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Stadthaus
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Amphibien wandern neu unter der Geissbodenstrasse hindurch
Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch in Zug die Wanderzeit der Amphibien. Auf ihrem Weg zu den Laichgewässern müssen Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche oftmals gefährliche Strassen überqueren. Deshalb stellt der Werkhof wiederum einen Amphibienzaum auf. Neuerdings können die Tiere durch einen Tunnel wandern.
Im Herbst 2025 hat die Stadt Zug drei rund 50 Zentimeter hohe und breite Tunnels unter der Geissbodenstrasse einbauen lassen. Zusammen mit dem temporären Amphibienzaun können die Tiere nun sicher die Strasse queren. Bislang wurden die Tiere während der Laichwanderung entlang eines langen Amphibienzauns in Eimern gesammelt. Freiwillige trugen sie morgens und abends über die Strasse. Diese Arbeit war für alle Beteiligten zeitintensiv und aufwendig. Neu werden die Amphibien mit Zäunen auf beiden Seiten der Strasse direkt zu den Zugängen der Amphibientunnels geleitet.
Gefährlich sind für Amphibien aber nicht nur vielbefahrene Strassen, sondern auch Entwässerungsschächte. Fallen die Tiere hinein, kommen sie aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Seit einigen Jahren setzt die Stadt deshalb sogenannte Amphibienausstiegshilfen ein: ein Kunststoffgeflecht, das im Schacht befestigt wird und den Tieren Halt zum Hinaufklettern bietet. Die Massnahme ist einfach, günstig – und sehr wirksam. Zwischen 2022 und 2024 wurden rund 1000 solcher Hilfen in Schächten entlang öffentlicher Strassen montiert.
Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen der Schweiz. Rund 70 Prozent der Arten sind vom Aussterben bedroht. Während ihrer Frühjahrswanderung müssen die Tiere verschiedene Hindernisse überwinden, wobei insbesondere Strassen für sie gefährlich sind. Die Stadt Zug bittet deshalb Autofahrerinnen und Autofahrer, bei Regen und in der Dämmerung langsamer zu fahren und besonders aufmerksam zu sein.
