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Stadtverwaltung Zug
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Agathabrot

Termin
Agathatag, 5. Februar
Ort
Kirchen St. Oswald und Guthirt, Loreto-Kapelle
Entstehungsdatum
Alter Brauch
Ursprung des Brauchs
Der Überlieferung nach wurde Agatha in Catania auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als gottgeweihte Jungfrau lehnte sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters von Sizilien, Quintinianus, ab, da sie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen gelobt hatte. Weil Agatha ihn zurückwies, liess Quintinianus sie in ein Freudenhaus verschleppen. Da Agatha den Mann auch nach dieser Pein noch ablehnte, veranlasste der Statthalter ihre Verurteilung und liess ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter soll Agatha der heilige Petrus erschienen sein, der ihre Wunden gepflegt haben soll. Als man sie am nächsten Tag auf einem Haufen mit glühenden Scherben foltern wollte, erschütterte ein Erdbeben die Stadt Catania. Agatha erlag im Kerker ihren Verletzungen.
Gelebter Brauch
Der Agathakult wird heute sowohl in der orthodoxen als auch in der katholischen Kirche als Gedenktag begangen: in Zug in den Kirchen St. Oswald und Guthirt sowie in der Loreto-Kapelle. Als Sinnbild für die abgeschnittenen Brüste gelten die kleinen runden Brötchen, die am Agathatag von den Kirchgängern zu Hause gebacken werden. Das «Agathabrot» wird im Gottesdienst gesegnet. Auf Wunsch gehen die Priester auch in die Bäckereien und segnen die Backwaren. Agatha ist auch die Schutzpatronin der Feuerwehr. Der Legende nach soll ein Lavastrom vom Ätna mit Hilfe eines Schleiers der heiligen Agatha zum Stillstand gebracht worden sein. Auch in Zug kursieren solche Geschichten. Ein Brand in der Zeughausgasse soll erst gelöscht worden sein, nachdem die Löschtruppe zwei gesegnete Agathabrötchen ins Feuer geworfen habe.
Kontakt
www.kath-zug.ch

Textquellen: Wikipedia; Katholische Kirche Stadt Zug.

Bildquellen: «Das Jahr der Schweiz in Fest und Brauch», Zürich, 1981; Ueli Kleeb, Zug.
Bild
Kirchliche Segnung von Agathabroten in der Innerschweiz, vor 1981.
Bild Agathabrötli
Agathabrötli in Form von kleinen Brüstchen werden heute in Zug nur noch von wenigen privaten Bäckerinnen und Bäckern gebacken und zur anschliessenden Segnung in die Kirchen gebracht, 2007.